Nachlese zur Veranstaltung „Professionelles Texten für das Internet“

02.05.2013

Erfahren Sie anhand des Hamburger Verständlichkeitsmodells, worauf es beim Texten ankommt.

Niemand liest am Computer gerne lange Texte. Häufig sitzen wir vor unseren Rechnern und haben kaum Möglichkeiten, es uns bequem zu machen bzw. unsere  Sitzposition zu verändern. Mit der zunehmenden Informationsmasse im Internet sind wir umso dankbarer, wenn uns Informationen strukturiert und in verständlichen, kurzen und knackigen Sätzen präsentiert werden.


Was macht einen guten Text aus?

Denken Sie zunächst daran: Sie schreiben Texte für die Besucher Ihrer Webseiten! Google & Co. kaufen nicht in Ihrem Online-Shop ein, informieren sich über Ihre Produkte oder nehmen Ihre Dienstleistungen in Anspruch. Es sind Menschen, die sich bestenfalls von Ihrem Angebot angesprochen fühlen, sich über Ihr Unternehmen informieren und mit Ihnen Geschäfte machen. Bei aller Bedeutung, lassen Sie sich daher bei der Erstellung Ihrer Texte nicht allein von der Suchmaschinenoptimierung leiten. 


Texte brauchen Struktur

Um den Webseitenbesucher nicht mit langen Fließtexten zu überfordern oder gar zu verlieren, brauchen Texte eine Gliederung. Folgende Punkte sind dabei zu beachten:
 

  • Der Nutzer muss erkennen, wo ein Text beginnt, z.B. mit einer Überschrift, und wo dieser endet (Name des Autors, Datum, ein Querstrich oder Foto).
  • Dazwischen sind sogenannte Anreißer, also eine kurze Zusammenfassung des nachfolgen Textes und mitunter auch Zwischenüberschriften hilfreich.
  • Kleinere Textformatierungen, Nummerierungen und Stabsanstriche lockern Fließtexte auf und bringen Informationen auf den Punktt


Die vier Aspekte der Verständlichkeit 

Im Mittelpunkt des Vortrages stand das „Hamburger Verständlichkeitsmodell“, in dem vier Merkmale der Verständlichkeit herausgearbeitet wurden:

1. Einfachheit

  • Auf technische und bürokratische Ausdrucksweisen verzichten
  • Nominalstil verzichten
  • Fremdwörter und „Denglish“ vermeiden
  • Fachwörter erklären
  • Lange verschachtelte Sätze vermeiden

2. Gliederung und Ordnung

  • Klare Strukturen in Texten
  • Logische Abfolge, wichtiges zuerst nennen
  • roten Faden halten
  • Spezifik einzelner Textsorten erkennen (z.B. Vertragstext, Hinweis im Web, Mahnung …)

3. Kürze und Prägnanz

  • Redundanz vermeiden
  • Füllwörter vermeiden
  • „auf den Punkt“ kommen

4. Anregende Zusätze

  • Ausrufe
  • Wörtliche Rede
  • rhetorische Fragen zum mitdenken
  • lebensnahe Beispiele
  • direktes Ansprechen des Lesers
  • Reizwörter


Quelle: Vortragsunterlagen, Referentin Dr. Sabine Hilliger (Qbus)

Ihre Ansprechpartner vor Ort

Redaktion: Barbara Behr

0395 / 3 69 49 11
info@auv-nb.de

 

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